„Was kostet ein zehn Zentimeter großes Sticklogo?“ Diese Frage klingt einfach, lässt sich aber seriös nicht allein mit einer Zentimeterangabe beantworten. Beim Textilstick hängt der Produktionsaufwand stark davon ab, wie ein Motiv aufgebaut ist.
Zwei Logos können exakt dieselbe Breite haben und trotzdem eine völlig unterschiedliche Anzahl an Stichen benötigen. Genau deshalb kalkulieren wir Stickaufträge bei vonPech individuell.
Was ist die Stichzahl?
Eine Stickmaschine setzt ein Motiv aus vielen einzelnen Stichen zusammen. Je größer gefüllte Flächen sind, je mehr Konturen vorhanden sind und je komplexer das Motiv aufgebaut ist, desto mehr Stiche können notwendig werden.
Ein einfacher Firmenname mit klaren Buchstaben kann bei zehn Zentimetern Breite relativ wenig Produktionszeit benötigen. Ein dicht gefülltes Vereinswappen mit mehreren Flächen, Konturen und Details kann bei derselben Größe deutlich aufwendiger sein.
Warum ist die Größe allein kein guter Preismaßstab?
Stell dir zwei Motive vor:
- Motiv A: ein kurzer Schriftzug mit wenigen Buchstaben
- Motiv B: ein Wappen mit Hintergrundfläche, mehreren Farben, Umrandung und kleiner Schrift
Beide Motive sind zehn Zentimeter breit. Trotzdem benötigt Motiv B deutlich mehr Stickstiche, Farbwechsel und Maschinenzeit. Würde man beide einfach nach Zentimetern abrechnen, wäre die Kalkulation entweder bei einem Motiv zu hoch oder beim anderen zu niedrig.
Welche Faktoren beeinflussen Stickkosten?
Die Stichzahl ist wichtig, aber nicht der einzige Faktor. Bei einer Kalkulation betrachten wir unter anderem:
- Stichzahl des Motivs,
- Größe und Detailgrad,
- Anzahl und Aufbau gefüllter Flächen,
- Farbwechsel,
- Position auf dem Textil,
- Material und Dicke des Textils,
- Einspannmöglichkeit,
- Stückzahl des Auftrags.
Ein Brustlogo auf einem Polo ist beispielsweise anders zu produzieren als ein Motiv auf einer Cap oder an einer schwer zugänglichen Position einer Jacke.
Was ist eine Stickdatei?
Ein normales PNG, JPG oder PDF enthält lediglich das sichtbare Motiv. Eine Stickmaschine benötigt jedoch technische Informationen: Wo beginnt der Stick? Welche Stichart wird verwendet? In welcher Reihenfolge entstehen Flächen? Wie dicht liegen die Stiche? Welche Unterlegstiche stabilisieren das Material?
Diese Informationen werden in einer speziellen Stickdatei – häufig auch Punch genannt – angelegt.
Die Qualität dieser Datei ist entscheidend. Ein schlecht aufgebautes Stickprogramm kann selbst auf einer guten Maschine unsaubere Konturen, Wellen im Stoff oder unnötig hohe Stichzahlen verursachen.
Warum muss ein Logo manchmal vereinfacht werden?
Bildschirmgrafiken können extrem feine Details enthalten. Im Stick gibt es physikalische Grenzen: Garn hat eine reale Stärke, Stoff bewegt sich und sehr kleine Buchstaben verlieren irgendwann ihre Lesbarkeit.
Deshalb kann es sinnvoll sein, winzige Elemente zu vereinfachen, Linien etwas kräftiger zu gestalten oder kleine Schriftgrößen anzupassen. Ziel ist nicht, das Logo unnötig zu verändern, sondern es als Stick sauber lesbar zu machen.
Was passiert mit der Stickdatei bei Nachbestellungen?
Wenn ein Motiv einmal sauber angelegt und freigegeben wurde, kann es bei identischen Nachbestellungen in der Regel erneut verwendet werden. Das ist besonders praktisch für Firmen, Vereine und Organisationen, die später neue Mitarbeiter oder Mitglieder ausstatten möchten.
Bei größeren Aufträgen entfällt bei vonPech die separate Berechnung der Stickdateierstellung. Details dazu erklären wir auch auf unserer Seite Textilstick in Mölln.
Wie bekommst du einen realistischen Stickpreis?
Am einfachsten ist es, uns das tatsächliche Logo zu senden. Dazu benötigen wir die geplante Größe, die Position, die Textilart und die Stückzahl. Anschließend können wir beurteilen, wie das Motiv technisch aufgebaut werden muss und welcher Aufwand realistisch ist.
Über unsere Kontaktseite kannst du dein Logo direkt hochladen.





